Der so genannte Diesel-Skandal, bei dem die Kommunikation des Volkswagen-Konzerns gerade einem ganz besonders schweren Crashtest standhalten muss, treibt weiterhin verstörende Informationen an die Oberfläche. So soll unter anderem VW schon vor Jahren (und somit lange vor dem Diesel-Skandal) Abgastests in den USA an Affen finanziert haben. Und noch schlimmer: Die Hersteller-finanzierte Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT) soll sogar eine „Kurzzeit-Inhalationsstudie“ nicht nur mit Affen, sondern auch mit Menschen gefördert haben.

Bei dem einen sind es mehr die Versuche an den Affen, bei den anderen mehr am Menschen – jedenfalls löst die Geschichte in der Öffentlichkeit großes Unverständnis aus. Statt jedoch klar und eindeutig zu kommunizieren, reagiert der Volkswagen-Konzern äußerst abgedämpft – so eben, wie es wahrscheinlich für Ingenieure typisch ist.

Von der Pressestelle gibt es lediglich eine einzige Mitteilung dazu mit dem viel versprechenden Titel „Volkswagen zieht erste Konsequenzen wegen Tierversuchen“: Der Vorstand hat in seiner heutigen Sitzung das Angebot des Leiters der Konzern-Außenbeziehungen und Nachhaltigkeit, Dr. Thomas Steg, angenommen, ihn zu beurlauben.

Noch blutleerer kann man dieses Thema wahrscheinlich nicht abhandeln.

Thomas Steg ist übrigens gerade derjenige VW-Repräsentant, der sich am Tag zuvor gegenüber BILD noch einigermaßen klar geäußert hatte: „Wir wollen Tierversuche für die Zukunft absolut ausschließen. Damit so etwas nicht noch einmal passiert.“

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